Praxis Homöopathie
     

Die Säulen der Homöopathie

Das Ähnlichkeitsprinzip

Dieses besagt, daß jedes Arzneimittel genau die Beschwerden heilt, die es in ähnlicher Form auch erzeugen kann (Homöopathie = ähnliches Leiden = homois pathos).


Die homöopathische Arzneimittelprüfung

Um seine Therapie auf einen soliden Boden zu stellen, mußte Hahnemann eine genaue Kenntnis der Wirkungen aller Arzneien und Heilpflanzen auf den Menschen erlangen. Er war der erste Arzt in der Geschichte der Medizin, der diese Notwendigkeit erkannte und systematisch Arzneiprüfungen an gesunden Probanden ausführte! Er registrierte alle Befindlichkeitsänderungen sowohl körperlicher als auch seelisch-geistiger Art. So ergründete er nicht nur die Vergiftungserscheinungen, sondern auch dezentere Wirkungen der Arzneimittel.

Die homöopathischen Potenzen

Ausgangssubstanzen für die homöopathischen Arzneimittel sind Pflanzenauszüge, Salze, Mineralien und Metalle sowie tierische Produkte (z.B. Schlangengift, Bienengift).
Da durch die pure Gabe eines Arzneimittels (z.B. Schlangengift) die Nebenwirkungen unter Umständen erheblich sind, fand Hahnemann ein Verfahren, um diese zu reduzieren. Gleichzeitig stellte sich heraus, daß durch diese Verfahrensweise sich die Wirkung der Medikamente um ein Vielfaches steigern bzw. vertiefen läßt.
Deshalb sprechen die Homöopathen vom "Potenzieren".

Herstellungsverfahren


1 Teil der Ausgangssubstanz wird mit 99 Teilen eines Lösungsmittels (Alkohol-Wasser-Gemisch) verdünnt.
Entscheidend dabei ist, daß diese Mischung anschließend 100 "kräftigen abwärtsgeführten Schüttelschlägen" ausgesetzt wird. So erhält man die homöopathische Potenz C1.
Wiederholt man die obige Verdünnung nun ausgehend von der C 1 (1 Teil von der C1 + 99 Teile des Lösungsmittels) so erhält man eine C 2.
Dieses Verfahren kann beliebig oft ausgeführt werden. Häufige Potenzen sind C6, C8, C12, C30, C200, C1000. Je mehr die Wirkungen des Arzneimittels mit der Ganzheit der Symptome des Kranken übereinstimmen (vor allen Dingen im Bereich des emotionalen Erlebens), desto höher wählt der Homöopath die Potenz (C12-C1000). Je mehr das Mittel auf einzelne, lokale Beschwerden hin verschrieben wird, desto tiefer wird die Potenz sein (C6- C12).